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Mittwoch, 9. Januar 2019


Halloo:)
Heute geht es hier um ein Thema, welches uns und auch viele andere Jugendliche hier im Hunsrück immer wieder sehr beschäftigt. Daher haben wir uns ein wenig im folgenden Text damit auseinandergesetzt. 
Erzählt doch mal wie eure Meinung dazu ist.

Was wünschst du dir vom Hunsrück?

Eine simple Frage die jeder anders aufzufassen vermag. Andersherum gefragt- was fehlt dir hier im Hunsrück? Um nicht direkt damit zu beginnen, eine Reihe von Punkten aufzulisten, die man hier im Hunsrück definitiv verbessern könnte,  möchte ich zunächst erwähnen, dass der Hunsrück (also der Rhein-Hunsrück-Kreis) im Jahre 2004 mit dem „LivCom Award“ als weltweit lebenswerteste Region in seiner Größenklasse ausgezeichnet wurde.Eine Auszeichnung von großer Bedeutung. Doch in welcher Hinsicht lebenswert fragt man sich da. Mit Projekten in den Kategorien Verbesserung der Landschaft, Pflege des historischen Erbes, umweltbewusstes Leben, Bürgerbeteiligung und Zukunftsplanung überzeugte der Rhein Hunsrück-Kreis. Zu verdanken ist dies vor allem Menschen, die sich in Agenda-Arbeitskreisen, im Ehrenamt und in anderen Aufgaben in den Bereichen Nachhaltigkeit und Lebensqualität für den Kreis stark gemacht haben.Dies sind in meinen Augen Punkte die sehr wichtig, zu schätzen und zu unterstützen sind. Jedoch fühlt es sich ein wenig so an, als wäre ein Punkt ein wenig vergessen worden, vor allem mit Blick auf die Kategorie Zukunftsplanung. Natürlich – das Land investiert sehr stark in die Zukunft, es organisiert sehr viel und einiges ist in Planung - das ist nicht abzustreiten. Aber - was ist mit der jüngeren Generation der im Hunsrück lebenden? Im Grunde genommen darf man sich nicht beschweren. Wer hier lebt sollte das wirklich zu schätzen wissen und sehr froh darüber sein. Trotzdem denke ich, dass diese Region so weit ist, einen größeren Fokus auf die Jugendlichen hier im Kreis zu legen- denn die sind die Zukunft.Was nützt es einer Region lebenswert zu sein, wenn trotzdem viele (Jüngere) nicht mehr hier leben wollen oder auch gezwungenermaßen wegziehen müssen. Die Gründe weshalb die Jugendlichen von hierwegziehen oder von hier wegwollen sind vielseitig, jedoch beziehe ich mich hier auf den einen bestimmten Punkt, und zwar, dass Jugendliche einfach nicht so „beachtet“ werden was kulturelle Veranstaltungen und freizeitliche Aktivitäten betrifft. Hier wird einiges für die Klasse Ü50 geboten, und das ist auch wirklich nicht zu verübeln. Ganz im Gegenteil. Hinter diesen vielen, tollen Veranstaltungen für diese Altersklasse steckt ‘ne Menge Arbeit, ganz klar! Jedoch nicht für uns Jugendliche hier. Kein Wunder, dass daher so viele in die Stadt wollen. Dort ist High-Live –  immer wieder gibt es interessante Veranstaltungen – unter der Woche, sowie am Wochenende, im Sommer, sowie im Winter. Hier ist das eben nicht der Fall. Nehmen wir das Beispiel Simmern. Was bietet Simmern Jugendlichen-sagen wir mal ab 16 Jahren. Da fällt einem sofort das N8rausch ein - und das ist weit und breit der einzige Club hier im Hunsrück der regelmäßig etwas veranstaltet. Sprich, die Jugendlichen des Hunsrücks (Vorderhunsrück) haben nur die Chance wenn sie abends ausgehen wollen – und das möchten ziemlich viele - ins N8rausch zu gehen. Viele Alternativen gibt es enttäuschender weise nicht.  In  Kastellaun oder Kirchberg, sowie in diversen Grillhütten in der Gegend, gibt es ab und an von Schulen organisierte Partys.
Mhh was gibt es noch hier. Die Cosmic Lounge oder das Greyhound – zwei Locations in denen man gemütlich mit seinen Freunden hingehen und etwas trinken kann. Not bad. Dann bleiben da noch diverse andere Kneipen und Bars- aber ja mhh das war’s. Viel ist das nun wirklich nicht. Neben diesen „Locations“  die man besuchen kann, fehlen hier aber auch viele „Events für Jüngere“. In anderen Orten hört man von Konzerten, Festivals, besonderen Flohmärkten,...Auch interessant wären (wöchentliche) Workshops in verschiedenen künstlerischen Bereichen wie Tanz, Theater, Streetart oder Poetry Slam.
Hauptsächlich geht’s einfach darum, die Jugendlichen zusammenzubringen und eben mehr für sie zu machen. 

Dazu kommt noch ein weiterer Punkt, der es vor allem den Jugendlichen erschwert zusammenzukommen. Dies betrifft neben den U18 Jährigen auch viele andere Hunsrücker-und zwar die Busverbindungen. Sie sind so dermaßen miserabel, dass teilweise höchstens einmal am Tag ein Bus im Dorf hält. Und das darf einfach nicht sein. Denkt doch mal nach. Im Hunsrück kann man nicht studieren - das heißt hier liegt der Fokus auf den Azubis. Viele Azubis sind jedoch noch nicht volljährig, sprich sie haben nicht die Chance unabhängig vom ÖPNV oder ihren Eltern auf die Arbeit zu kommen. Und da sind wir wieder beim Thema Busverbindung….ihr wisst was ich meine. Die Mobilität sowie der Fokus auf die junge Generation in unserem ländlichen Raum muss gestärkt werden, denn das ist die Zukunft.



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